Handschriftenabteilung - Bestände

Anzahl der Sammlungen

Stand aus dem 31.12.2017:

Gesamtbestand: 12 649 Einheiten darunter:

:: Mittelalterliche Handschriften mit Fragmenten - ca. 3000,

:: Orientalische Handschriften - ca. 340,

:: Griechische Handschriften - 41,

:: Kyrillische Handschriften - 11,

:: Sammlung von Autogrammen - mehr als 17 000.

Handbibliothek enthält unter anderem:

:: Werke mit allgemeinem Inhalt,

:: Sekundärliteratur,

:: Kataloge der Handschriftensammlung von verschiedenen Bibliotheken,

:: Literatur aus dem Bereich des Handschriftenwesens,

:: Faksimiles von Handschriften aus den polnischen und ausländischen Sammlungen.


Kataloge

Nur ein kleines Prozent der Manuskripte in der Universitätsbibliothek Wroclaw hat die gedruckten Katalogbeschreibungen (hauptsächlich die Manuskripte aus 19. und 20. Jahrhundert). Um die Suche zu vereinfachen und die Fachhilfe bei Katalogisierung zu leisten, ist eine Kartothek der Literatur über die Handschriften in der Handschriftenabteilung entstanden. Unschätzbare Hilfe bei der Verwendung der Bestände geben auch handgeschriebene Manuskriptkataloge.

Ehemalige Universitätsbibliothek (UBWr)

Die wichtige Literatur über die Handschriftenbestände der ehemaliger Universitätsbibliothek:

:: Zweibändiger, handgeschriebener Katalog von Johann Christoph Friedrich (1775-1836) - der erste Kustos der Handschriftenbestände (Catalogus codicum scriptorum, qui in Bibliotheca Regia ac Academica Wratislaviensi servantur, sygn. Akc.1967/1), bearbeitet in Jahren 1821-1823, mit Index und von den Bibliothekaren ergänzt.
Friedrich Katalog
:: Eine neuere auch handgeschriebene Publikation aus dem Anfang der 20. Jahrhundert über die Handschriftenbestände von Otto Günther (1861 geb.), Joseph Klapper und Karl Rother (Sign. Akc.1967/2, Bd.1-26), als Göber-Katalog gekannt. Dieser Katalog enthält leider kein Index, was vom J.Ch.Friedrich Katalog nur teilweise ausgeglichen wird.
Handschriftenkatalog der ehemaligen Universitätsbibliothek, so genannter Göber-Katalog
Katalogbeschreibung


:: Im Jahr 1938 wurde der erste Teil des Katalogs herausgegeben mit dem Titel: Verzeichnis der Handschriften im Deutschen Reich. Teil 1: Die Handschriften der Staats- und Universitätsbibliothek Breslau. Band 1. Als Folge des Krieges ging ein großer Teil des Kataloges verloren. Die entstandene Lücke hat Konstanty Klemens Jażdżewski im Jahr 1982 mit seinem Werk: Catalogus manu scriptorum codicum medii aevi Latinorum signa 180-260 comprehendens ausgefüllt.


Oft erweisen sich als hilfreich (in der Handschriftenabteilung aufbewahrt): die "Incipit" Kartei und Herkunftskarten der Handschriften der ehemaligen UBWr in dem topographischen System.

Außer den mittelalterlichen Handschriften, die die Manuskriptsammlung bilden, ist die Sammlung auch an Erbe reich (hauptsächlich Korrespondenz). In 1986 hat man in der Handschriftenabteilung UBWr Inwentarz zbioru korespondencji i autografów [Universitätsbibliothek in Wrocław], Bd.1-2 - Sammlung von Briefen und Autogramme vorbereitet. Beim Nutzen ist der alphabetische Korrespondenzindex in Zettelform behilflich.

Inventar der Korrespondenz- und Autogrammenbestände der ehemaligen Universitätsbibliothek in Wroclaw


Ehemalige Stadtbibliothek (StBWr)

Im Fall der ehemaligen Stadtbibliothek (SBWr) stehen zwei Handschriftenkataloge zur Verfügung: für die Sammlung so genannter "Rehdiger(i)ana" Katalog von M.A.Guttmann-H.Markgraf (Sign. Akc.1967/3, dreibändig mit Index), dessen Aufnahme Moritz Adolph Guttmann (1800-?) in 40-er Jahren des 19. Jahrhunderts angefangen und ab 1890 Hermann Markgraf fortgesetzt hat. Handschriftenkatalog von Thomas Rehdiger

Im frühen 20. Jahrhundert hat man den ersten Anstoß zu der Bearbeitung eines neuen Kataloges gegeben, der die ganze Sammlung der ehemaligen StBWr und nicht nur die Sammlung der St. Elizabeth Kirche in Wroclaw beschreiben würde. Jedoch besitzt das dreizehnbändige Werk viele Lücken und seine Beschreibungen konzentrieren sich auf der Außenseitecharakteristik der Handschriften. Der Katalog enthält auch kein Index, deswegen sind die Register aus der Bearbeitungen von M.A. Guttmann und H. Markgraf behilflich. Leider beziehen sie sich nur auf Rehdiger(i)ana.

Handschriftenkatalog der ehemaligen Stadtbibliothek


Man kann auch den Indeks autorów dzieł rękopiśmiennych dawnej Biblioteki Miejskiej we Wrocławiu (Autorenindex der ehemaliger StBWr) in alphabetischer Reihenfolge oder die Kartoteka inwentarzowa zbioru dawnej Biblioteki Miejskiej we Wrocławiu (Inventarkartei StBWr) benutzen.

In Bezug auf Bibliotheken mit alten Sammlungen bei der St. Maria Magdalena Kirche und St. Bernardyn Kirche in Wroclaw verwendet man immer noch die alten, handgeschriebenen Kataloge, die kein Index haben und nur die Reihenfolge der Bücher auf den Regalen präsentieren:

:: Catalog der Handschriften der Magdalenen-Kirchen-Bibliothek mit zu Grunde Legung der früheren im Jahre 1729 angefertigten gemacht und dictirt von dem zeitigen Bibliothecar Dr. Carl Schoenborn Director des Magdalenen-Gymnasiums. Breslau 1847. (sygn. Akc.1967/4 und Akc.1967/5) und

:: Verzeichniss der in der Kirchen-Bibliothek zu St.Bernhardin in Breslau aufbewahrten Handschriften 1847 (sygn. Akc.1967/6).

Von erhaltenen Sammlungen der StBWr sollte man auch die Korrespondenzkataloge aus dem 16. (Sign. Akc.1967/8, Bd.1-4 und Index) und 17. Jahrhundert (Sign. Akc.1967/9, Bd.1-2 und Index) aufzählen, die einen Gesamtbestand von ca. 6000 Briefe (sowohl im Original als auch als Kopie und in gedruckter Form herausgegeben) umfassen.

In der Handschriftenabteilung UBWr werden auch einige Stammbücherkataloge der ehemaligen StBWr aufbewahrt:

:: Stammbücherkatalog ab der Nummer 151-188 (Sign. Akc.1967/12); wahrscheinlich ein Fragment eines größeren Ganzen);

:: Verzeichniss über die Sammlung von Stammbüchern in der Stadtbibliothek zu Breslau (Sign. Akc.1967/14);

:: Verzeichniss der nachstehend citierten Stammbücher der Stadtbibliothek Breslau (Sign. Akc.1967/13, T.1-2) und

:: Katalog der Stammbücher der Stadtbibliothek Breslau. Band 1: Nummer 1-230 (Sign. Akc.1967/11).

Aus den Bearbeitungen der Bibliothekare werden ausgeharrt:

:: Register zu der Autographen-Sammlung der Stadtbibliothek zu Breslau. (Sign. Akc.1967/15) und

zwei Handschriftenkataloge von S.B.Klose:

:: Katalog zu den Handschriften Klose. Klosesche Handschriftensammlung Hs. Kl.1-248. (Sign. Akc.1967/17) und

:: Katalog der S.B.Kloseschen Handschriften-Sammlung, umfassend Hs. Kl.1 bis 248. (Sign. Akc.1967/16).

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass sich eine Reihe der Handschriftenbeschreibungen aus der ehemaligen UBWr und StBWr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (Potsdam) befindet, die während der Katalogisierung der beiden Sammlungen am Anfang des 20. Jahrhunderts zusammengestellt wurde. Nach der Herausgabe in Form von Mikrofichen wird sie bei der Bearbeitung der Sammlung der UBWr helfen.

Sichergestellte Sammlungen

Akzessionsionsindex

Vergleischsweise am wenigsten ist die Sammlung von Handschriften erfasst, die aus verschiedenen schlesischen und oberlausitzischen Bibliotheken herkommt (sog. Sichergestellte Sammlungen, Akzession), und die nach dem Zweiten Weltkrieg der BUWr zugeteilt wurde.

Meistens besitzen die Handschriften nur kurze, in der Art von einem Inventar gefasste Beschreibung, die in 4 Akzessionsbücher aufgenommen wurde, umfassend Einträge ab dem Jahr 1947 bis heute. Im Gebrauch ist auch ein nach Personen und Schlagwörter geordneter Karteiregister zum Akzessionsbestand. Der Register wurde zwar in alphabetischer Ordnung gefasst, jedoch nur anhand der Einträge in den Akzessionsbüchern.

Bei der Recherche anhand dieses Registers im Internet solle man sich merken, dass die Suche nach einem Kodex durch Eingabe seiner Signatur gekonnt geführt werden muss, denn die Nummer nach dem Schrägstrich immer aus 4 Ziffern bestehen müssen. Im Fall, dass die Nummer kleiner ist, solle man sie mit Ziffern „0” ergänzen, z.B. Akc 1949/0005.

Wollen wir die Suche nach „Stichworten” oder „Schlagworten” starten, sollen wir unbedingt zuerst eine Buchstabe wählen, mit der die Suche anfangen wird, und erst dann den Sucher nutzen.

Briefe an J. F. Neigebaur

In der Gesichrerten Sammlung befindet sich auch die aus der alten Stadbibliothek stammende Korrespondenz (etwa 1200 Einheiten). Daraus wurden Briefe an J.F. Neigebaur ausgesondert (ausgesondert aus der Signatur Akc. 1969/426), deren neue Signaturen zugeteilt wurden (Neigebaur 1 – Neigebaur 236).

Die Akzessionssammlung verfügt über kein gegenwärtiges Gesamt- oder Teilkatalog, aussgenommen der Bibliotek des Gymnasium in Görlitz, auch Milichsche Bibliothek genannt. Nur ein Teil der gesammelten (mehrheitlich aus dem Mittelalter stammenden) Handschriften, z.B. aus der Bibliothek der Peter-und-Paul-Kirche in Liegnitz oder der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften, verfügt über ältere Druckkataloge. Der einzige Bestand von den Gesicherten Sammlungen, der in gegenwärtigen Katalogen beschrieben wurde, ist die Milichsche Bibliothek, derer neuzeitliche Handschriften von Leon Górecki im Jahr 1990 efasst wurden, und die ursprünglich auf 3 Bände geplante Bearbeitung der mittelalterlichen Handschriften letztendlich in 2 Bänden in den Jahren 1998 und 2004 erschien.

  • Katalog rękopisów obejmujący sygnatury 6268-6790 : dawny zbiór Biblioteki J. G. Milicha w Zgorzelcu : rękopisy nowożytne / Leon Górecki. Wrocław, 1990

  • Catalogus codicum medii aevi manuscriptorum qui in Bibliotheca Universitatis Wratislaviensis asservantur signa 6055 - 6124 comprehendens : (Codices Milichiani, vol. 1) / composuerunt Stanisław Kądzielski et Wojciech Mrozowicz, quibus auxilium tulerunt Jan Gromadzki, Jan Przytulski et Hanna Strzelecka-Ascher ; Bibliotheca Universitatis Wratislaviensis. Wratislaviae, 1998

  • Catalogus codicum medii aevi manuscriptorum qui in Bibliotheca Universitatis Wratislaviensis asservantur signa 6125 - 6181 comprehendens : (Codices Milichiani, vol. 2) / composuerunt Stanisław Kądzielski et Jan Przytulski, quibus auxilium tulerunt Wojciech Mrozowicz et Hanna Strzelecka-Ascher ; Bibliotheca Universitatis Wratislaviensis. Wratislaviae, 2004

Die Ursache, warum keine weitere Erarbeitungen entstanden sind, kann man in darin suchen, dass es nicht möglich war den Ursprung eines Teils der Sammlung zu bestimmen, dass die Handschriften sowohl von der Provenienz her als auch thematisch vielfältig sind, dass es an guten Einblick über die Inhalte des Bestandes mangelte und auch darin, dass die entscheidende Mehrheit der hier gesammelten Handschriften aus den 16 bis 19 Jh. stammt, also aus einer Zeit, in der Manuskripte ihre erstrangige Bedeutung für die Quellen- und Kulturforschung schon verloren haben.


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