ehem. Bibliologische Abteilung - Geschichte der Sammlung

Bibliologische Abteilung wurde am 1 September 1957 als eine Abteilung der Sondersammlungen der Universitätsbibliothek gegründet. Die Grundlage für der Büchereiorganisation bildete das dreibändige Verzeichnis der Drucke aus dem bibliologischen Bereich, das von Helena Szwejkowska bearbeitet und in den Jahren 1950 - 1954 veröffentlicht wurde. Das Hauptziel war die Konzentration der spezialisierten Literatur für die Sondersammlungen und der wissenschaftlich - didaktischen Bücherei fürs Institut des Bibliothekswesens, das sich damals im gleichen Gebäude an der Sw. Jadwiga - Straße 3 / 4 („auf dem Sande”) befunden hat. Zwei Jahre später, im Jahre 1959, ist bei der Abteilung der Lesesaal der Sondersammlungen entstanden, der anfangs allen Abteilungen der Sondersammlung gedient hat, danach hauptsächlich die Sammlungen der Bibliologischen Abteilung, des Schlesisch-Lausitzen Kabinetts und der Abteilung der Graphischen Bestände zugänglich gemacht hat, und jetzt als der Lesesaal der Sondersammlungen ein selbständige Einheit bildet und wieder alle im Gebäude der Bibliothek „auf dem Sande” aufbewahrten Materialien zugänglich macht.

In der Büchersammlung, die als eine der umfangreichsten Ressourcen des polnischen Buchwesens (fast 35 Tausend Volumina) gilt, befinden sich zahlreiche Werke von historischer Bedeutung. Die Sammlung stammt teilweise aus der Stadtbibliothek und der Universitätsbibliothek der Vorkriegszeiten. Sie umfasst sowohl die Primär- als auch Sekundärliteratur aus dem 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die in der unverzichtbar ist für die Forschung über Geschichte des Buchwesens, besonders in Schlesien. Den historischen Teil der Bücherei bilden die Kataloge der Handschriften, der alten Drucke und der anderen Sammlungen aus Polen und der Welt. Außerdem besteht er auch aus einer seltenen Sammlung der handschriftlichen und gedruckten Faksimile, aus der Kataloge der Auflage und der Antiquaritäten von polnischen und ausländischen Firmen, die Literatur über die Entwicklung des Buchwesen (darunter viele bibliologische Erstdrucke) und bibliothekarische Fachliteratur (vor allem deutschsprachig).

Aus der Sammlung der ehem. Bibliologischen Abteilung stammen unter anderem: Werke von J.S. Bandtke: De primis Cracoviae in arte typographica incunabulis (1812), Historya drukarń krakowskich (1815), Historya drukarń w Królestwie Polskiem i Wielkiem Xięstwie Litewskiem (1823-1826), die Arbeiten der ersten polnischen Buchtheoretiker J. Lelewel - Bibljograficznych ksiąg dwoje (1823-26), die älteste bibliologische Bibliografie Bibliographie paleographico-diplomatico-bibliologique generale von J.P. Namur aus 1838, oder auch das älteste Lehrbuch von T. Paprocki (1894-1896) Podręcznik księgarski. Die Zeitschriftensammlung wird von einer der ersten Fachtiteln - Serapeum. Zeitschrift fur Bibliothekwissenschaft, Handschritenkunde und altere Litteratur aus den Jahren 1840-1870 repräsentiert.

Die Bibliologische Abteilung wurde am 24. März 2011 geschlossen und ihr Buchbestand wird nach und nach in die Magazine der allgemeinen Sammlung an der Szajnochy Str. einverleibt.

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